Aktuelles

Telefonische AU ab sofort wieder möglich - bis zum 30.11.2022

04.08.2022 | Praxen können ab sofort wieder bei leichten Atemwegserkrankungen  telefonisch  krankschreiben.  Das entschied der Gemeinsame Bundesausschuss angesichts einer hohen Belastung der Praxen durch viele Patienten mit Atemwegsinfekten und der immer noch hohen Zahl an Infektionen mit dem Coronavirus. Es gelten die bekannten Regeln z. B. das eine Krankschreibung nur für maximal  7 Tage und eine Verlängerung um weitere 7 Tage möglich ist. Befristet ist die Regelung zunächst bis zum 30.11.2022.  

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Multiplex-PCR seit 01. Juli Kassenleistung | Untersuchung belastet Fallwert nicht.

Die Corona-Pandemie aber auch die zunehmenden Antibiotika-Resistenzen verdeutlichen, wie wichtig ein rascher Erregernachweis ist, um schnell adäquat reagieren zu können. Die Herausforderung ist oft, dass klinische Symptome allein keine eindeutige Diagnose ermöglichen. Hier bieten Multiplex-PCR-Verfahren eine Lösung. Sie weisen mehrere Erreger in einem Laboransatz nach, in der Regel mit einem Ergebnis innerhalb von 24 – 36 Stunden. Seit 1. Juli werden diese Untersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.   

Die entsprechenden  EBM-Ziffern sind im Ziffernkranz der Ausnahmekennziffer 32006 enthalten. So belasten diese Untersuchungen nicht  den Fallwert der Praxis.

Wir bieten für respiratorische, gastrointestinale und urogenitale Erreger schon seit einiger Zeit Multiplex-PCR-Untersuchungen an. Sie finden diese in unserem elektronischen Leistungsverzeichnis.

Weitere Informationen erhalten Sie hier oder auf der Homepage der KBV

 

NIPT ab 01.07.2022 Kassenleistung - Beratung wird vergütet

Im September 2019 beschloss der G-BA nach einer umfassenden Bewertung den Nicht-Invasiven Pränataltest (NIPT) in die Mutterschaftsrichtlinien (Mu-RL) aufzunehmen. Am 18.05.2022 hat der Gemeinsame Bewertungsausschuss die Vergütung festgelegt. Damit ist NIPT zum 01.07.2022 Kassenleistung. Die nach Gendiagnostikgesetz (GenDG) und in der Mu-RL vorgeschriebene Beratung der Schwangeren wird mit zwei Ziffern vergütet: EBM-Ziffer 01789 (€ 9,46) und die EBM-Ziffer 01790 (€ 18,70). 

Die Laboruntersuchung belastet den Fallwert der Praxis nicht.

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Beratung zur Organspende abrechnen

Der §2 Abs. 1 des Transplantationsgesetzes (TPG) definiert Institutionen und Personen, die die Bevölkerung zur Organspende aufklären sollen. Dazu gehören auch Hausärzte:  „Hausärzte sollen ihre Patienten regelmäßig darauf hinweisen […]“

Bei Kassenpatienten kann die Beratung mit der EBM-Ziffer 01480 (65 Punkte, € 7,32) und bei Privatpatienten mit der GOÄ-Ziffer 3 analog ( € 8,74, Faktor 1,0) alle zwei Jahre abgerechnet werden.

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DiGa – Vergütung wird ausgeweitet.
Auswerten und Verlaufskontrolle werden bisher nur für einige dauerhaft im BfArM-Verzeichnis gelistete DiGa`s vergütet (somnio und Vivira). Seit 01. Mai 2022 wird diese ärztliche Tätigkeit auch für vorläufig in das BfArM-Verzeichnis aufgenommen DiGa ´s honoriert. Mit der Pauschale 86700, bewertet mit € 7,12. Diese können auch für Kinder-und Jugendärzte abrechnen. Ebenso wie die neue Pauschale 86701 für das Verschreiben von DiGa`s.

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Ausgelaufene Corona-Sonderregel

 

zum 01.04.2022 

  • Die EBM-Ziffern 02402 / 02403 für Abstriche bei Patienten mit Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion.

  • EBM-Ziffern 01433 / 01434 für Telefonkonsultationen

  • Zuschläge auf Chronikerpauschalen (03221/04221) sind nicht mehr mit nur einem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt möglich. Die Ausnahmeregel, dass der eigentlich notwendige zweite persönliche Arzt-Patienten-Kontakt auch per Videosprechstunde oder telefonisch erfolgt kann, wurde aufgehoben.

  • „Hygienezuschlag“  in der GOÄ-Abrechnung.

  • Videosprechstunde nicht mehr unbegrenzt möglich - aber bei bis zu 30 % der Behandlungsfälle, anstelle von 20 %.

zum 31.05.2022

  • keine telefonische AU mehr möglich

zum 01.07.2022:

  • die Ziffer 88240, muss nicht mehr angegeben werden, bei Leistungen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion oder dem klinischen Verdacht auf eine Corona-Infektion erbracht wurden.

 

Leistungen für Flüchtlinge aus der Ukraine abrechnen

 

Die Flüchtlinge werden auf Basis des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) medizinisch versorgt. Je nach Bundesland erhalten sie von den kommunalen Behörden einen Behandlungsschein oder eine Gesundheitskarte und kommen damit in die Praxis. Diese rechnet ihre Leistungen mit der regionalen KV ab. Sind Arzneimittel notwendig, werden diese mit dem normalen Rezept (Muster 16) verordnet. 

Corona-Tests und Impfungen
Bei asymptomatischen Personen werden die Corona-Tests nach der TestV mit dem OEGD-Schein angefordert. Die ärztlichen Leistungen (Abstrich und Beratung) rechnet die Praxis mit den bekannten Ziffern über ihre KV ab  - wie bei Einheimischen. Auch bei Corona-Impfungen unterscheidet sich die Vergütung nicht. Sie erfolgt bei den Flüchtlingen ebenfalls nach der CoronaImpfV.  Bei symptomatischen Patienten gelten ebenfalls die bekannten Regeln, wie das Anfordern der Corona-PCR mit dem Muster 10C anstelle des OEGD-Scheins.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KBV.

 

EBM | Praxen erhalten Hygienezuschlag ab 01.01.2022

 

Für die allgemeinen Hygienekosten erhalten Haus- und Fachärzte einen Zuschlag von 2 Punkten (22,5 cent) auf die Versicherten,- Grund-  oder Konsiliarpauschale . Das entspricht bei 1000 Patienten einem Betrag von 225 € / Quartal. Diesen Zuschlag erhält die Praxis immer dann, wenn der Patient mindestens einmal tatsächlich in der Praxis war. Er wird nicht gezahlt, wenn es nur einen Kontakt via Videosprechstunde gab und die EBM-Ziffer 88220 abgerechnet wurde.  Es ist davon auszugehen, dass die KVen diesen Zuschlag zusetzen und er nicht von den Praxen abgerechnet werden müssen. 

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Zum 01.01.2022 neue EBM-Ziffer für Erstbefüllung der ePA 

 

Bis 31.12.2021 rechneten Praxen die Erstbefüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) mit der Pseudo-GOP 88270 ab. Zum 01.01.2022 ist die Leistung mit der Gebührenordnungsposition (GOP) 01648 (89 Punkte/€10,03) in den EBM aufgenommen worden. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär. Mit der Erstbefüllung ist keine Beratungspflicht verbunden. Abrechnen kann derjenige die Ziffer, der das erste Mal Befunde, Arztbriefe etc. in der ePA hinterlegt. Werden danach weitere Unterlagen hinzugefügt, können die EBM-Ziffern 01647 oder 01431 genutzt werden.

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Abrechnung Telemonitoring bei Herzinsuffizienz in EBM und GOÄ

 

Seit 01.01.2022 ist das Telemonitoring bei Herzinsuffizienz (HI) Kassenleistung. Für die Abrechnung wurden verschiedene Gebührenordnungspositionen in den EBM aufgenommen. Die Leistungen werden extrabudgetär vergütet, also zu festen Preisen. Für die GOÄ-Abrechnung gibt es entsprechende Empfehlungen der Bundesärztekammer für die Analogabrechnung.

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Honorar für die COVID-19-Impfungen wird angehoben.

 

Das höhere Honorar erhalten die Praxen nach der neuen Impfverordnung  seit dem 16.11.2021: für Impfung und Beratungsgespräch € 28,- (anstelle von € 20,-), am Wochenende € 36,- (bisher ebenfalls € 20,-). Unverändert bleiben das Beratungsgespräch ohne Impfung € 10,-, der Besuch € 35,- und der Mitbesuch € 15,-. Die für die Abrechnung und Dokumentation bekannten Pseudoziffern mit entsprechenden Ergänzungen (Suffix) bleiben gleich. Hinzugekommen sind Suffix für die Auffrischungsimpfungen. 

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Beratung zum „Hepatitis-Screening“ wird mit € 4,56 extrabudgetär vergütet.

 

Das „Hepatitis-Screening“, die Untersuchung auf Hepatitis B und C, wird zum 01. Oktober 2021 in den EBM aufgenommen und ist damit Kassenleistung. Das Beratungsgespräch vor der Untersuchung rechnen Praxen mit den EBM-Ziffern 01734 oder 01744 ab. Die Ziffern werden mit 41 Punkten (€ 4,56) extrabudgetär vergütet.   

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Abrechnen und verordnen - für alle gelisteten „Gesundheits-Apps“ möglich.

 

Bisher konnten nur „Gesundheits-Apps“, auch „Apps auf Rezept“ oder formal digitale Gesundheitsanwendungen (DiGa), verordnet und abgerechnet werden,  wenn sie im öffentlichen DiGa-Verzeichnis des BfArM als dauerhaft gelistet waren. Seit dem 01. August 2021 dürfen alle dort gelisteten DiGa mit dem Muster 16 (rosa Rezept) verordnet werden. Abgerechnet wird die Verordnung über die mit € 2,00 bewertete EBM-Ziffer 01470.  

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So werden Impf- und Genesenenzertifikate abgerechnet

 

Seit Ende Juni kann die Corona-Impfung digital nachgewiesen werden - mit dem Impfzertifikat in Form eines QR-Codes. Seit Anfang Juli gibt es auch das digitale Genesenenzertifikat. Die Praxen bekommen für das Ausstellen der Zertifikate 2 Euro oder 6 Euro Honorar – abhängig davon unter welchen Voraussetzungen sie es ausstellen. 

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Wie die variantenspezifische PCR angefordert wird, legen Labore fest. 

 

In der Testverordnung vom 11.02.2022  wurde der Anspruch auf die variantenspezifische PCR gestrichen. Ab dem 12.02.2022 werden daher die Kosten für diese Untersuchung nicht mehr vom Bund übernommen. Wer diese Untersuchung dennoch wünscht, muss die Kosten selber tragen.

 

SARS-CoV-2-Antikörper nur bei Verdacht auf akute Infektion EBM-Leistung

 

Bei COVID-19-typischer Symptomatik sollte nach Empfehlungen des RKI eine PCR-Diagnostik veranlasst werden. In bestimmten Fällen kann die Bestimmung von Gesamt- oder IgG-Antikörpern sinnvoll sein: bei milden Symptomen sowie zunächst nicht erfolgter PCR, dann negativer PCR und weiterhin bestehendem COVID-19-Verdacht. In diesen Ausnahmefällen auch als EBM-Leistung.

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KIM-Etablierung in der Praxis wird finanziell gefördert

 

Mit dem Kommunikationsdienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen) werden medizinischen Dokumente wie der eArztbrief oder die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) sicher über die TI (Telematikinfrastruktur) versendet. Inzwischen sind mehrere KIM-Dienste durch die Gematik zugelassen. 

Etabliert die Praxis einen KIM-Dienst wird dieser Schritt finanziell gefördert. 

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SARS-CoV-2-Diagnostik belastet den Praxis-Fallwert grundsätzlich nicht

 

Diese Regelung gilt für die PCR- und die Antigentests (EBM-Ziffern 32816, 32811, 32779). Sie wurde rückwirkend zum 01.10. in den EBM aufgenommen. Veranlasst die Praxis diese Untersuchungen muss sie die Ausnahmekennziffer 32006 (meldepflichtige Erkrankung) nicht mehr angeben. Wird aber für diesen Patienten im Laufe des Quartals die Untersuchung auf eine andere meldepflichtige Erkrankung angefordert, muss die 32006 wie bisher angegeben werden. Sonst belastet diese weitere Analyse den Fallwert. Das gilt auch, wenn parallel zur SARS-CoV-2 eine Influenza-Untersuchung beauftragt wird.  

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KBV

 

Labor anfordern und Patienten abrechnen | Symptomatisch oder asymptomatisch?

 

Von der Antwort auf diese Frage hängt grundsätzlich ab, wie die Praxis für den Patienten die Laboruntersuchung beauftragt und ihe ärztlichen Leistungen abrechnet.

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SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest nach GOÄ abrechnen: Honorar zwischen € 38 und € 55,- möglich

Die Bundesärztekammer empfiehlt für den Antigen-Schnelltests die anlaloge Berechnung der GOÄ-Ziffer 4648 (Ligandenassay, Untersuchungen mit ähnlichem methodischem Aufwand) zum 1,15-fachen Satz (€ 16,76) mit der Angabe „Coronavirus“.  In der Gebühr sind die Kosten für die Reagenzien enthalten. 

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Seit 01.07.2020: eArztbrief wird zusätzlich vergütet – Postversand abgewertet

Im Zuge der Digitalisierung im Gesundheitswesen bekommen die Praxen ab 01. Juli die Versendung von eArztbriefen zusätzlich extrabudgetär vergütet. Gleichzeitig wird es in Zukunft nur noch eine Ziffer für die Versendung von Briefen geben. Alle anderen Ziffern und die Ziffer für Kopien (40144) werden gestrichen....

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Die wichtigen Kodes bei SARS-CoV-2/COVID-19

  • U07.1 ! Für Fälle bei denen COVID-19 durch einen Labortest auf SARS-CoV-2 bestätigt wurde und
  • U07.2 ! Für Fälle, wenn bei dem Erkrankten die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) vorliegen, aber das SARS-CoV-2 nicht mit einem Labortest nachgewiesen wurde
  • U.99.0 !  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2

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„Hygienezuschlag“ in der GOÄ-Abrechnung - das ist zu beachten

Damit Ärzte den zusätzlichen Aufwand für Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie abbilden können, ermöglichen die GOÄ-Verantwortlichen wie die BÄK und der PKV-Verband, dass eine Art „Hygienezuschlag“ abgerechnet werden kann.

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Kennziffer 88240  bis 30.06.2022 weiter angeben

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus erbrachte Leistungen wurden bis Ende 2020  extrabudgetär vergütet. Seit Anfang 2021 werden diese Leistungen aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) honoriert, somit nicht mehr extrabudgetär.  Die 88240 wird weiterhin bei diesen Leistungen angegeben, um zu dokumentieren wie sich die Leistungenmenge entwickelt. So kann die KBV einen gesteigerten Leistungsbedarf nachweisen und eine Erhöhung der MGV erreichen. Eine enstsprechende Vergütungsvereinbarung  wurde zwischen KBV und GKV-Spitzenverband geschlosssen.

Mehr auch auf der Corona-Themenseite der KBV.  

Ihre Fragen beantworten wir gerne über fragen_ebmgoae@bioscientia.de.

 

Quellen

Klakow-Frank (Hrsg.): Der Kommentar zur Gebührenordnung für Ärzte. Deutscher Ärzteverlag
Wezel/Liebold: Der Kommentar zu EBM und GOÄ
Hoffman/Kleinken Kommentar Gebührenordnung für Ärzte
AAA – Abrechnung aktuell: IWW-Institut
Homepage der Bundesärztekammer mit GOÄ-Ratgeber online
Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung mit EBM online

 
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