Rückwirkend zum 01.01.2021 – Vergütung zur ePA festgelegt

 

Seit Anfang des Jahres ist die elektronische Patientenakte (ePA) in einer Testphase, ab Juli ist der flächendeckende Einsatz geplant. Ärzte und Psychotherapeuten müssen Befunde, Therapiepläne etc. in der ePA ablegen, wenn der Patient es wünscht.  Mit den zwei  neuen EBM-Ziffern 01647 und 01431 wird die Pflege der ePA vergütet.

Die Leistungen sind extrabudgetär.

EBM-Ziffer 01647 | 15 Punkte | € 1,67: bei persönlichem Arzt-Patienten-Kontakt

  • Zusatzpauschale auf die Versicherten-, Grund- und Konsiliarpauschale
  • einmal im Behandlungsfall
  • nicht möglich, wenn im selben Behandlungsfall die sektorenübergreifenden Erstbefüllung (s. u.) berechnet wurde

EBM-Ziffer 01431 | 3 Punkte | € 0,33: ohne persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt 

  • Zusatzpauschale zu den EBM-Ziffern 01430 (Verwaltungskomplex), 01435 (Haus-/Fachärztliche Bereitschaftspauschale) und 01820 (Rezepte, Überweisungen, Befundübermittlung)
  • maximal viermal im Arztfall
  • nicht mehrfach am Tag
  • nicht neben anderen Gebührenordnungsziffern außer den EBM-Ziffern 01430, 01435 und 01820 abrechenbar

Sektorenübergreifende Erstbefüllung der ePA: Vergütung € 10 

Diese Vergütung hat der Gesetzgeber festgelegt. Wie die Vergütung abgerechnet wird, ist momentan noch offen.

Die grundsätzliche Beratung des Patienten zur ePA wird nicht vergütet. Der Erweiterte Bewertungsausschuss begründet dies damit, dass Ärzte und Psychotherapeuten diese Leistung nicht erbringen müssen. Der Gesetzgeber hat die Krankenkassen mit dieser Aufgabe betraut. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KBV