Informationen zum Wirtschaftlichkeitsbonus finden Sie hier

Abrechnungen im Spezialfall Corona

SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest als Wunschleistung: Honorar zwischen € 38 und € 55,- möglich

Aus dem PKV-Verband gibt es die Information wie Antigen-Schnelltests abgerechnet werden können. Für den Test ist es möglich die GOÄ-Ziffer 4648 (Ligandenassay, Untersuchungen mit ähnlichem methodischem Aufwand) zum 1,15-fachen Satz (€ 16,76) mit der Angabe „Coronavirus“ zu nutzen. 

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AU wieder bis Jahresende telefonisch möglich

 

Nach telefonischer Anamnese kann der Patient zunächst für 7 Kalendertage krankgeschrieben werden, eine Verlängerung um weitere 7 Tage ist möglich. Die aktuellen Regelungen unterscheiden sich praktisch nicht von denen, die bis Mitte des Jahres galten.

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Bis zu € 15,- | Seit 01.10.2020 werden auch Abstriche bei symptomatischen Patienten vergütet

Bisher konnte die EBM-Ziffer 02402 (€ 8,02) nur für Abstriche und/oder Beratungen bei Patienten abgerechnet werden, die aufgrund eines Warnhinweises aus der Corona-Warn-App in der Praxis betreut wurden. Seit 01.10. ist das auch bei symptomatischen Patienten möglich (Honorar € 8,02). Zusätzlich noch die neue EBM-Ziffer 02403  (€ 7,03) als Zuschlag auf die EBM-Ziffer 02402.

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„Hygienezuschlag“  in der GOÄ-Abrechnung bis 31.12. möglich - mit reduziertem Honorar

Der "Hygienezuschlag" analog der GOÄ-Ziffer 245 darf weiterhin berechnet werden, allerdings nur noch mit dem Steigerungsfaktor 1,0. Damit erhält die Praxis € 6,41 für diese Leistung. Ansonsten bleiben die Bedingungen unter denen der Zuschlag berechnet werden darf unverändert (s. u.).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bundesärztekammer.

 

Auch im 4. Quartal: Videosprechstunde unbegrenzt möglich

Normalerweise können nur 20% der Behandlungsfälle in einer Videosprechstunde behandelt werden. Damit während der aktuellen Corona-Pandemie möglichst wenig ansteckende Patienten in die Praxis kommen, wurde diese Begrenzung aufgehoben. Dies gilt für alle Indikationen und auch für Patienten, die bisher nicht in Ihrer Praxis waren.  

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Die wichtigen Kodes bei SARS-CoV-2/COVID-19

  • U07.1 ! Für Fälle bei denen COVID-19 durch einen Labortest auf SARS-CoV-2 bestätigt wurde und
  • U07.2 ! Für Fälle, wenn bei dem Erkrankten die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) vorliegen, aber das SARS-CoV-2 nicht mit einem Labortest nachgewiesen wurde
  • U.99.0 !  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2

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„Hygienezuschlag“ in der GOÄ-Abrechnung bis 30.09. möglich

Damit Ärzte den zusätzlichen Aufwand für Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie abbilden können, ermöglichen die GOÄ-Verantwortlichen wie die BÄK und der PKV-Verband, dass eine Art „Hygienezuschlag“ abgerechnet werden kann.

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Kennziffer 88240 sichert extrabudgetäre Vergütung bei Corona-Fällen

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus erbrachte Leistungen werden extrabudgetär vergütet. Seit dem 01.04. kennzeichnet die Praxis nicht mehr den Fall, sondern dokumentiert die 88240 an jedem Tag, an dem der Patient wegen des klinischen Verdachts oder bei nachgewiesener Infektion behandelt wird. Damit bekommt die Praxis alle an diesen Tagen erbrachten Leistungen  - neben der Versicherten,- Grund- oder Konsiliarpauschale - extrabudgetär vergütet.

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32006 | SARS-CoV-2 Laboruntersuchungen belasten nicht Ihren Fallwert

Die PCR-Untersuchung auf SARS-CoV-2 ist eine Kassenleistung. Die entsprechende Abrechnungsziffer (32816) ist Bestandteil des Ziffernkranzes der Ausnahmekennziffer 32006. Um ihren Fallwert zu entlasten ist es darum wichtig, dass Praxen in ihrer Abrechnung bei diesen Fällen die 32006 angeben.

 

Übersicht wichtiger Ziffern für "Corona-Fälle" in der Hausarztpraxis

 

EBM-Ziffer

Legende

Euro

Anmerkungen

03000

Versichertenpauschale

12,53 – 24,72

 

02402

Abstrich und/oder Gespräch bei Patienten mit Verdacht nach RKI-Richtlinien oder nach Warnhinweis per App

8,02

kann auch abgerechnet werden, wenn bei Patienten mit Warnung durch die  Corona-Warn-App nur die Beratung stattgefunden hat.

02403 Zuschlag auf die EBM-Ziffer 02402 7,03 wird gestrichen wenn Grund-/ Versicherten- oder Konsiliarpauschale abgerechnet wird

32006

Kennziffer Labor

 

Verdacht auf meldepflichtige Erkrankung - schont Fallwert

88240

Kennzeichnung Coronavirusfall

 

sichert extrabudgetäre Vergütung

03230

Gespräch mind.10 Min.

14,06

Budget 64 Pkt./FAll

01102

Inanspruchnahme Samstag 7-19 Uhr

11,10

 

01444

Zuschlag Authentifizierung

1,10

Erfassung unbekannter Patient in Videosprechstunde

01450

Zuschlag auf Versichertenpauschale  bei Videosprechstunde

4,39

Seit März keine Höchstwertregelung mehr

01451

Anschubföderung Videosprechstunde

10,11

Seit März keine Höchstwertregelung mehr

88220

Kennzeichnung eines Arzt- Patienten-Kontaktes nur per Videosprechstunde

 

 

 


Mehr auch auf der Corona-Themenseite der KBV.  

Ihre Fragen beantworten wir gerne über fragen_ebmgoae@bioscientia.de.

 

Allgemeine aktuelle Abrechnungsthemen

SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest als Wunschleistung: Honorar zwischen € 38 und € 50,- möglich. 

 

Aus dem PKV-Verband gibt es eine Information wie Antigen - Schnelltests abgerechnet werden können. Für den Test ist es möglich die GOÄ-Ziffer 4648 (Ligandenassay, Untersuchungen mit ähnlichem methodischem Aufwand) zum 1,15-fachen Satz (€ 16,76) mit der Angabe „Coronavirus“ zu nutzen. 

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Abrechnungsregeln für telemedizinische Leistungen in der GOÄ

Um Klarheit zu schaffen wie bei Privatpatienten telemedizinische Leistungen abgerechnet werden können, hat die Bundesärztekammer Abrechnungsempfehlungen veröffentlicht. Die Regelungen im Detail...

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Seit 01.07.2020: eArztbrief wird zusätzlich vergütet – Postversand abgewertet

Im Zuge der Digitalisierung im Gesundheitswesen bekommen die Praxen ab 01. Juli die Versendung von eArztbriefen zusätzlich extrabudgetär vergütet. Gleichzeitig wird es in Zukunft nur noch eine Ziffer für die Versendung von Briefen geben. Alle anderen Ziffern und die Ziffer für Kopien (40144) werden gestrichen....

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PrEP auch für Hausärzte

Seit 01.09.2019 ist die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) Kassenleistung, eingeordnet in das EBM-Kapitel 1.7  (Gesundheits- und Früherkennungsuntersuchungen….). Die Vergütung ist extrabudgetär......

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Grundsätzliches

 

Die neue Zervixkarzinom-Früherkennung: Inhalte – Abrechnung - Anforderung

 

Seit 01.01.2020 können alle gesetzlich versicherten Frauen ab einem Alter von 20 Jahren das neue Vorsorge-Angebot in Anspruch nehmen.

Die medizinischen Inhalte...

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Behandlungsfall, Arztfall, Krankheitsfall, Betriebsstättenfall und Arztgruppenfall

Den Behandlungsfall gibt es in EBM und GOÄ. Arztfall, Krankheitsfall, Betriebsstättenfall und Arztgruppenfall existieren nur im EBM. Diese Differenzierung ist immer dann relevant ,wenn Ärzte kooperieren. Primär betrifft das Ärzte in Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) oder Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Sie spielen aber auch in speziellen Kooperationsformen wie der ambulanten spezialärztlichen Versorgung (ASV) eine Rolle.

Zur Mengenbegrenzung bestehen .......

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Abrechnung Videosprechstunde

Grundsätzlich werden bei einer Videosprechstunde die „normale“ Versicherten– Grund- oder Konsiliarpauschale und, wenn die entsprechenden Abrechnungsbedingungen vorliegen, die jeweiligen Zuschläge abgerechnet.

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