Abrechnungen im Spezialfall Corona

Spezielle Vergütung für Patienten mit Warnhinweis aus der Corona App.

Die neuen EBM-Ziffern 02402, 32811, 12221 und 40101 honorieren Leistungen, die Praxen und Labore für Patienten erbringen, die aufgrund einer Warnung aus der App behandelt werden. Die Leistungen werden extrabudgetär vergütet. 

EBM-Ziffer 02402: Abstrich und/oder Gespräch nach Warnhinweis. 91 Punkte (€ 10) einmal am Behandlungstag. Sie kann neben der Versicherten- bzw. Grundpauschale abgerechnet werden. Sie ist immer dann möglich, wenn der Patient aufgrund eines Warnhinweises aus der App Ihre Praxis aufsucht. Bei allen anderen (kurativen) Patienten kann die Ziffer nicht genutzt werden. Hier sind Beratung sowie der Abstrich Bestandteil der Versicherten – bzw. Grundpauschale. Sie erhalten über die neue Ziffer für „Patienten mit Warnhinweis“  also ein zusätzliches Honorar.
Wird diese Ziffer genutzt, können weitere in diesem Zusammenhang berechnete Leistungen nicht mit der 88240 gekennzeichnet werden.

Für die Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 soll eigentlich das neue Muster 10 C verwendet werden. Bis dieses vorliegt, geben Sie bitte im Auftragsfeld auf dem Muster 10 die Ziffer 32811 an.
Denken Sie bitte auch an die Ausnahmekennziffer 32006 (meldepflichtige Erkrankung) in Ihrer Abrechnung. So sorgen Sie dafür, dass die Untersuchung den Fallwert nicht belastet.

Beispiel für die Abrechnung eines „Patienten mit Warnhinweis“
EBM-Ziffer 02402    Abstrichentnahme und/oder Gespräch                
EBM-Ziffer 03000    Versichertenpauschale           
EBM-Ziffer 32006    Ausnahmekennziffer

Beispiele Kodierung: 
U99.0 G  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2 
Z11 G      Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten

Zusätzlich bei positivem Testergebnis: 
U07.1 G – COVID-19-Virus nachgewiesen 
Z22.8 G – Keimträger sonstiger Infektionskrankheiten 
(Z20.8 G – Kontakt mit und Exposition gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten – kann angegeben werden)

(Weitere Details zur Kodierung s. u.) (bezieht sich auf einen Artikel auf der Homepage)

Die EBM-Ziffern 32811, 12221 und 40101 rechnet das Labor ab. Die neuen Ziffern bedeuten hier kein zusätzliches Honorar im Vergleich zur „normalen“ Abrechnung der Untersuchung. Sie sorgen vielmehr dafür, dass die Leistungen extrabudgetär, also immer zu 100% vergütet und nicht quotiert werden. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KBV.

 

„Hygienezuschlag“ in der GOÄ-Abrechnung bis 30.09. möglich

Damit Ärzte den zusätzlichen Aufwand für Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie abbilden können, ermöglichen die GOÄ-Verantwortlichen wie die BÄK und der PKV-Verband, dass eine Art „Hygienezuschlag“ abgerechnet werden kann.

Der Arzt berechnet für aufwändigere Hygienemaßnahmen im Zuge der COVID-19-Pandemie analog die GOÄ-Ziffer 245 (Faktor 2,3 = € 14,74). Über den Faktor 2,3 kann nicht gesteigert werden.

Die A245 darf

  • bei Behandlungen in der Praxis oder beim Hausbesuch genutzt werden.
  • bei mehreren persönlichen Arzt-Patientenkontakten am Tag mehrfach berechnet werden (Diagnosen, Uhrzeit und Begründung in der Rechnung angeben).
  • mehrfach im Behandlungsfall neben der 1 und 5 abgerechnet werden.
  • durch die Kosten nach § 10 GOÄ ersetzt werden, wenn diese über € 14,74 liegen, bei mehr als € 25,56 müssen die Belege beigefügt werden.
  • nur dann bei Blutentnahmen berechnet werden, wenn zusätzlich eine ärztliche Beratung/Untersuchung erfolgte.
Beispiel: 1.1:

1| Beratung (€ 4,66 x 2,3 = € 10,72), 5 | symptombezogene Untersuchung (€ 4,66 x 2,3 = € 10,72), A245 | Hygieneaufwand COVID-19 Pandemie (€ 6,41 X 2,3 = € 14,74) = € 36,19

Beispiel 2.1:

3 | eingehende Beratung (€ 8,74 x 2,3 = € 20,10), 7 | vollständige Untersuchung (€ 9,33 x 2,3 = € 21,46), A245 | Hygieneaufwand COVID-19 Pandemie (€ 6,41 X 2,3 = € 14,74) = € 56,30

Der Hygienezuschlag ist kein „Muss“, daher kann man die abgerechneten Leistungen auch mit der Begründung „erhöhter Hygieneaufwand Corona“ über den Schwellenwert steigern. Allerdings darf der Hygienezuschlag nach A245 dann nicht berechnet werden.

Beispiel 1.2:
1| Beratung (€ 4,66 x 3,5 = € 16,31), 5 | symptombezogene Untersuchung (€ 4,66 x 3,5 = € 16, 31) = € 32,62
 
Beispiel 2.2:

3 | eingehende Beratung (€ 8,74 x 3,5 = € 30,59), 7 | vollständige Untersuchung (€ 9,33 x 3,5 = € 32,66) = € 63,25

Die Praxis kann also im Einzelfall entscheiden, wie sie ihre Leistungen nach tatsächlichem Aufwand berechnet.  

Trotz Hygienezuschlag kann man dann über den Schwellenwert steigern, wenn sich die Steigerung aus der medizinischen Behandlung begründen lässt, z. B. GOÄ-Ziffer 7 | Untersuchung Brust– und Bauchorgane, Faktor 3,2.

Der stationäre Bereich ist von dieser Regelung ausgenommen.

Neu: Die Regelungen gelten rückwirkend ab 09. April 2020 und wurden verlängert bis zum 30.09.2020.

Zusätzlich wurden Regelungen zum Einsatz telemedizinischer Leistungen und dem vermehrten Einsatz telefonischer Beratungen beschlossen.

Mehrfache Berechnung der GOÄ-Ziffer 3. Bei längeren telefonischen Beratungen über 10 Minuten kann die Ziffer mehrfach, für jeweils 10 vollende Minuten, berechnet werden. In einer Sitzung bis zu viermal (bei > 40 Minuten). Im Behandlungsfall sind maximal 4 Telefon-Beratungen möglich. Eine Steigerung über den Schwellenwert von 2,3 ist nicht erlaubt.

Abrechnungsbeispiel: 3 | Beratung mind. 10 min x 3 (Zeitaufwand 32 Minuten) (Erläuterung komplexes Krankheitsbild, Risikopatient) € 20,10 (GOÄ 2,3) x 3 = € 60,30.

Diese Regelungen gelten rückwirkend ab dem 05. Mai 2020 und bis zum 31. Juli 2020.

Diese Abrechnung ist nur möglich, wenn der Patient pandemiebedingt nicht zum Arzt gehen kann bzw. eine Videosprechstunde nicht möglich ist.

Psychotherapeutische Leistungen, bei denen grundsätzlich ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt für die Berechnung notwendig ist, können in Ausnahmefällen (Umstände durch die COVID-19-Pandemie) und unter Berücksichtigung der berufsrechtlichen Sorgfaltspflichten per Videosprechstunde oder telefonisch durchgeführt werden. Dies betrifft die GOÄ-Ziffern: 801, 804, 806 – 8, 817, 846, 849, 860, 861, 863, 870, 885, 886.

Die Regelungen gelten rückwirkend ab dem 05. Mai 2020 und bis zum 30. September 2020.

Weitere Informationen finden Sie in der Bekanntmachung der Bundesärztekammer.

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Zum 01.06. zusätzlicher Kode bei SARS-CoV-2/COVID-19

Zu diesen schon bekannten „COVID -19-Kodes“....

  • U07.1 ! Für Fälle bei denen COVID-19 durch einen Labortest auf SARS-CoV-2 bestätigt wurde und
  • U07.2 ! Für Fälle, wenn bei dem Erkrankten die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) vorliegen, aber das SARS-CoV-2 nicht mit einem Labortest nachgewiesen wurde

... kommt ein weiterer hinzu:

  • U.99.0 !  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2

Mit diesem neuen Kode kennzeichnen Praxen die Fälle, bei denen ein Labortest ohne klinischen Verdacht durchgeführt wurde und das Ergebnis negativ ist.

Beim Kodieren wird das „!“ nicht angegeben und der Kode nur mit „G“ gekennzeichnet, z. B. U07.1 G. Nicht verwendet werden die Zusatzkennzeichen: Verdacht („V“), Ausschluss („A“) oder Zustand nach („Z“).

Alle drei Kodes sind Zusatz- bzw. Sekundärkodes, die mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen. Wichtige Diagnoseschlüssel (Primärkodes) für COVID-19-Fälle sind:

  • J06.9 Akute Infektion der oberen Atemwege nicht näher gekennzeichnet
  • J12.8 Pneumonie durch sonstige Viren
  • Z11 Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten – als Primärkode zur U99.0 !
  • Z20.8 Kontakt mit und Exposition gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten, wenn bei dem Erkrankten die Kriterien des RKI zutreffen
Beispiel 1:

Patient mit Krankheitszeichen (Husten, Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl) mit Kontakt zu einem COVID-19-Fall, Labortest auf SARS-CoV-2 positiv: J06.9 G, Z20.8 G, U07.1 G 

Beispiel 2:

Patient mit klinisch und röntgenologisch bestätigter Pneumonie. In der Pflegeeinrichtung gehäuftes Auftreten von Lungenentzündungen, ein epidemischer Zusammenhang mit COVID-19 ist wahrscheinlich, Labortest negativ: J12.8 G, Z20.8 G, U07.2 G | SARS-CoV-2 wiederholt, positiv:  J12.8 G, Z20.8G U07.1 G

Beispiel 3:

Patient ohne COVID-spezifische Krankheitszeichen aber möglicher Kontakt mit SARS-CoV-2 positiven Patient möglich, Labortest veranlasst, negativ: Z11 G, U99.0 G

Informationen zur den Kodes U07.1 ! und U07.2 ! finden Sie unter hier und zum Kode U99.0 ! unter hier.

 

Kennziffer 88240 sichert extrabudgetäre Vergütung bei Corona-Fällen

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus erbrachte Leistungen werden extrabudgetär vergütet. Seit dem 01.04. kennzeichnet die Praxis nicht mehr den Fall, sondern dokumentiert die 88240 an jedem Tag, an dem der Patient wegen des klinischen Verdachts oder bei nachgewiesener Infektion behandelt wird. Damit bekommt die Praxis alle an diesen Tagen erbrachten Leistungen  - neben der Versicherten,- Grund- oder Konsiliarpauschale - extrabudgetär vergütet.

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32006 | SARS-CoV-2 Laboruntersuchungen belasten nicht Ihren Fallwert

Die PCR-Untersuchung auf SARS-CoV-2 ist eine Kassenleistung. Die entsprechende Abrechnungsziffer (32816) ist Bestandteil des Ziffernkranzes der Ausnahmekennziffer 32006. Um ihren Fallwert zu entlasten ist es darum wichtig, dass Praxen in Ihrer Abrechnung bei diesen Fällen die 32006 angeben.

Auch im 3. Quartal: Videosprechstunde unbegrenzt möglich

Normalerweise können nur 20% der Behandlungsfälle in einer Videosprechstunde behandelt werden. Damit während der aktuellen Corona-Pandemie möglichst wenig erkrankte Patienten in die Praxis kommen, wurde diese Begrenzung aufgehoben. Dies gilt für alle Indikationen und auch für Patienten, die bisher nicht in Ihrer Praxis waren.  

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Übersicht wichtiger Ziffern für "Corona-Fälle" in der Hausarztpraxis

 

EBM Nr. 

Legende

Euro

Anmerkungen

03000

Versichertenpauschale

12,53 – 24,72

 

02402

Abstrich und/oder Gespräch nach Warnhinweis per App

10,00

Kann auch abgerechnet werden, wenn nur die Beratung stattgefunden hat.

32006

Kennziffer Labor

 

Verdacht auf meldepflichtige Erkrankung

88240

Kennzeichnung Coronavirusfall

 

Extrabudgetäre Bezahlung

03230

Gespräch mind.10 Min.

14,06

Budget 64 Pkt./FAll

01102

Inanspruchnahme Samstag 7-19 Uhr

11,10

 

01444

Zuschlag Authentifizierung

1,10

Erfassung unbekannter Patient in Videosprechstunde

01450

Zuschl.Vers.Pausch.b.Videosprechstd

4,39

Seit März keine Höchstwertregelung mehr

01451

Anschubföderung Videosprechstunde

10,11

Seit März keine Höchstwertregelung mehr

88220

Kennzeichnung eines Arzt Patienten-Kontaktes nur per Videosprechstunde

 

 

 


Mehr auch auf der Corona-Themenseite der KBV.  

Ihre Fragen beantworten wir gerne über fragen_ebmgoae@bioscientia.de.

 

Allgemeine aktuelle Abrechnungsthemen

Ab 01.07.2020: eArztbrief wird zusätzlich vergütet – Postversand abgewertet

Im Zuge der Digitalisierung im Gesundheitswesen bekommen die Praxen ab 01. Juli die Versendung von eArztbriefen zusätzlich extrabudgetär vergütet. Gleichzeitig wird es in Zukunft nur noch eine Ziffer für die Versendung von Briefen geben. Alle anderen Ziffer und die Ziffer für Kopien (40144) werden gestrichen.

eArztbrief

EBM-Ziffern:

  • 86900 Versand eArztbrief 0,28 cent
  • 86901 Empfang eArztbrief 0,27 cent

Der gemeinsame Höchstwert für beide Pauschalen beträgt 23,40 pro Arzt und Quartal. 

 

Neu ab 01.Juli 2020

EBM-Ziffer 01660 Strukturförderpauschale 10,99 cent pro versendetem eArztbrief.
Hier gibt es keine Höchstwerte. Der Arzt erhält dieses Honorar auch, wenn er den Höchstwert von € 23,40 erreicht hat. Die Ziffer wird, zunächst begrenzt bis 30.06.2023, extrabudgetär vergütet.

Vergütung KIM

Die eArztbriefversendung muss mit den Übermittlungsdienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen) erfolgen. Für dessen Einrichtung erhält die Praxis einmal € 100,-, zusätzlich für die Betriebskosten pro Quartal € 23,40. 

Postversand und Fax
Die EBM-Ziffern 40120 – 40126 werden gestrichen.

Für den Versand von Briefen kann die Praxis unabhängig von Briefgröße und –gewicht die mit € 0,81 bewertete EBM-Ziffer 40110 (Porto-Kostenpauschale) berechnen. 

Für die Faxversendung gibt es ab 01. Juli 2020 die EBM-Ziffer 40111 (Fax-Kostenpauschale) bewertet mit 0,10 € (ab 01. Juli 2021 5 cent)

Beide Ziffern unterliegen einem gemeinsamen arztgruppenspezifischen Höchstwert. Für Haus- und Kinderärzte beträgt dieser z. B. € 38,88.

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Abrechnung Videosprechstunde

Grundsätzlich werden bei einer Videosprechstunde die „normale“ Versicherten– Grund- oder Konsiliarpauschale und, wenn die entsprechenden Abrechnungsbedingungen vorliegen, die jeweiligen Zuschläge abgerechnet.

Weitere Details
  • Ausgenommen sind bei den Versicherten – Grund- und Konsiliarpauschalen die EBM-Ziffern 03030, 04030, 12220, 12225.
  • Die Abrechnung ist ohne vorherigen persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt möglich.
  • Ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt erfolgt ein Abschlag zwischen 20% und 30%, abhängig von der Arztgruppe – diesen nimmt die KV in der Abrechnung vor.
  • Fälle ohne persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt markiert die Praxis mit der Pseudo-EBM-Ziffer 88220.
  • Die Anzahl der Behandlungsfälle ohne persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt ist auf 20% beschränkt – diese Beschränkung ist für das 2. und 3. Quartal 2020 aufgehoben (s. o.). 

Folgende Zusatzpauschalen können, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, abgerechnet werden

  • EBM-Ziffern 03040 und 04040 (Wahrnehmung hausärztlicher Versorgungsauftrag)
  • EBM-Ziffern 03060 und 03061 (Zuschläge nichtärztliche Praxisassistenten)
  • EBM-Ziffer 06226 (Zuschlag Behandlung konservativ tätige Hautärzte)
  • Zuschläge für die fachärztliche Grundversorgung (PFG-Zuschläge)

Videosprechstunden werden beim Chronikerzuschlag berücksichtigt. Haus- und Kinderärzte erhalten den Zuschlag (EBM-Ziffern 03220-22 und 04220-22) auch, wenn ein oder zwei der drei erforderlichen Arzt-Patienten-Kontakte per Videosprechstunde stattfinden.

Die speziellen „Videosprechstundenziffern“

  • 01442 Videofallkonferenz mit der / den an der Versorgung des Patienten beteiligten Pflege(fach)kraft / Pflege(fach)kräften gemäß Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) | 86 Punkte (€ 9,45). Dreimal im Krankheitsfall und nur wenn in den letzten drei Quartalen (inkl. des aktuellen) ein aktueller Arzt-Patienten Kontakt in derselben Praxis stattgefunden hat.
  • 01444 Zuschlag Authentifizierung, einmal im Behandlungsfall | 10 Punkte (€ 1,10), Vergütung bis 30.09.2021 extrabudgetär.
  • 01450 Zuschlag Videosprechstunde (Technik-Zuschlag) für einen Arzt-Patienten-Kontakt im Rahmen einer Videosprechstunde gemäß Anlage 31b zum BMV-Ä bei Kontaktaufnahme durch den Patienten, je Arzt-Patienten-Kontakt | 40 Punkte (€ 4,39*) | Höchstwert 1.899 Punkte.
  • 01451 Anschubförderung für Videosprechstunden gemäß Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) im Rahmen der Betreuung von Patienten in der haus-/fachärztlichen Versorgung, je Arzt-Patienten-Kontakt. Voraussetzung ist, dass die Praxis mindestens 15 Patienten in der Videosprechstunde betreut. | 92 Punkte ( € 10,11*) | Höchstwert 4620 Punkte, Vergütung bis 30.09.2021 extrabudgetär.

Mögliches zusätzliches Honorar

Werden mindestens 15 Patienten im Quartal in einer Videosprechstunde betreut, kann die Praxis alle drei Ziffern abrechnen. Das ergibt ein zusätzliches Honorar von € 15,60* pro Patient.

Diese Summe steigt bei jedem weiteren Arzt-Patienten Kontakt um € 14,50*, da die EBM-Ziffern 01450 und 01451 einmal je Arzt-Patienten Kontakt berechnet werden können.

Die EBM-Ziffer 01451 muss nicht von der Praxis abgerechnet werden. Diese ergänzt die KV, wenn in der Praxis-Abrechnung die EBM-Ziffer 01450 mindestens fünfzehnmal enthalten ist.

Betreut die Praxis weniger als 15 Patienten, beträgt das zusätzliche Honorar für jeden Patienten € 5,49* (EBM-Ziffer 01444 + 01450). Bei jedem weiteren Arzt-Patienten-Kontakt kommen weitere € 4,39* für die EBM-Ziffer 01450 hinzu.

EBM-Ziffer 51022 – ein Sonderfall

Die EBM-Ziffer 51022 (Betreuung eines Patienten im Rahmen einer Videosprechstunde, einmal im Behandlungsfall | 88 Punkte (€ 9,52*) kann bei speziellen Indikationen in der Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen mittels Videosprechstunde abgerechnet werden. Um die Ziffer abzurechnen ist ein vorheriger persönlicher Arzt-Patientenkontakt erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KBV.


*Die Beträge beziehen sich auf den aktuellen Punktwert 10,9871 Cent.

 
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