Die neue Bezeichnung „Polyendokrines Metabolisches Ovarsyndrom“ (PMOS) wurde in einem Positionspapier im Lancet veröffentlicht. Das Autorenteam um die australische Endokrinologin Prof. Helena Teede will damit die multisystemische Natur der Erkrankung betonen, indem „die Zysten weggelassen wurden“ und stattdessen endokrine, metabolische und ovarielle Faktoren in den Vordergrund rücken. Der alte Name „PCOS“ habe einen falschen Fokus auf pathologische Ovarialzysten gesetzt und zu Missverständnissen, verzögerten Diagnosen und Patientenunmut geführt, heißt es in der Health-Policy-Arbeit.

Labordiagnostik mit Lipidstatus und AMH

Akne, unregelmäßige Regelblutungen, Gewichtszunahme, Bartwuchs, Depressivität – so schildert eine betroffene Patientin in einem Laienmedium ihre Symptome. Dem polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom liegen hormonelle Dysregulationen zugrunde – etwa bei Insulin, Androgenen und weiblichen Sexualhormonen –, die sich in Stoffwechselstörungen wie Typ-2-Diabetes, kardiovaskulären Problemen und Sterilität manifestieren können.

Die Diagnosekriterien finden sich in einer aktuellen S2k-Leitlinie. Diese sieht u.a. den Nachweis einer Hyperandrogenämie (Gesamttestosteron, SHBG, FAI etc.) und ein Screening auf PMOS-assoziierte Risikofaktoren vor, wie etwa Blutzucker und Blutfette. Die AMH-Konzentration kann als Surrogatparameter angewandt werden. Das entsprechende Laborprofil  finden Sie in unserem elektronischen Analysenverzeichnis.

Als Ihr Laborpartner unterstützen wir Sie bei der Diagnostik des PMOS. Wenden Sie sich bei Fragen dazu gerne  an Ihr Bioscientia Labor.