eGFR – nach CKD-EPI-Formel

Informationen für Patienten

Die MDRD-Formel unterschätzt die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) im höheren Bereich ab etwa 60 ml/min/1,73m2, während die CKD-EPI-Formel in diesem Bereich die GFR korrekter abschätzt. Studienergebnisse auf der Basis von 8.254 Patienten zeigen in diesem Bereich eine bessere Übereinstimmung mit Referenzmethoden.

Von besonderer Relevanz ist die Differenz bei Patienten mit beginnender Nierenerkrankung. Hier ermöglicht die CKD-EPI-Formel eine korrektere Abschätzung der GFR. Idealerweise erfolgt die Abschätzung der GFR in der Prävention auf Basis des Cystatin C, dass aufgrund seiner biochemischen Eigenschaften eine noch zuverlässigere Aussage hinsichtlich eines frühzeitigen Erkennen bzw. Ausschließen einer beginnenden Nierenerkrankung erlaubt.Bei Nierenerkrankten ergibt die Abschätzung der Nierenfunktion annähernd dieselben Werte wie die MDRD-Formel, so dass bei diesen Patienten die Verwendung der CKD-EPI-Formel keine klinischen Vorteile bringt.

Die Formel wurde von einer Forschergruppe, der Chronic Kidney Disease Epidemiology Collaboration (CKD-EPI), des National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Disease (NIDDKD) entwickelt.

 

 

Stadium GFR
(mL/min)
Beschreibung
1 > 90 Normale oder erhöhte GFR
2 60 - 89 Nierenschädigung mit geringgradiger Einschränkung der GFR
3 30 - 59 Nierenschädigung mit mittelschwerer Einschränkung der GFR
4 15 - 29 Nierenschädigung mit schwerer Einschränkung der GFR
5 < 15 Nierenversagen

 

Hinweis

Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Fachinformation "Nierenfunktion und Labordiagnostik Veränderungen zuverlässig (früh) erkennen".

Literatur

Levey AS, Stevens LA, Schmid CH et al. fort he Chronic Kidney Disease Epidemiology Collaboration (CKD-EPI) A New Equation to Estimate Glomerular Filtration Rate. Ann Intern Med. 2009 May5;150 (9): 604-612.