Labor anfordern und Patienten abrechnen | Symptomatisch oder asymptomatisch?

Abrechnung Abstriche Neu April 22
 
Der Patient hat KEINE Symptome 

Hier gilt die Testveordnung (TestV): Das Labor mit dem OEGD-Schein beauftragen. Den Abstrich mit den durch die KBV festgelegten Ziffern abrechnen, wobei  die individuelle Regelungen der regionalen KVen beachtet werden müssen. Vergütet wird der Abstrich mit € 8,-. Darin enthalten sind neben dem Abstrich, das Gespräch, die Ergebnismitteilung und der Befund / das Zertifikat. Die Kosten trägt das Bundesministerium für Gesundheit. 

Der Patient hat Symptome

Abrechnung nach EBM: Es werden kurative Leistungen erbracht und die Kosten müssen von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die Praxis rechnet die entsprechende Versicherungs- Grund- oder Konsiliarpauschale und evtl. weitere Ziffern wie Chronikerzuschläge etc. ab. Die Laboruntersuchung wird mit dem Muster 10C beauftragt. 

Welchen Schein die Praxis verwenden muss entscheidet also nicht, warum der Patient die Untersuchung erhält, positiver Antigentest, Kontaktperson oder Ausbruchsgeshehen, sondern ob er Symptome hat oder nicht. 

Die EBM-Ziffern 02402 und 02403 für die Abstrichnahme für eine SARS-CoV-2-Diagnostik wurden zum 01.04.2022 gestrichen. 

Kennziffer 88240

Gibt die Praxis an den Tagen an, an denen sie den Patienten wegen des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus behandelt. 

Abrechnungsbeispiel (Hausarzt)

Patient ohne Symptome, Hypertoniker
KV-spezifische Ziffer: Abstrich  € 8,-
Labor: OEGD-Schein

Patient mit Symptomen, Hypertoniker

EBM-Ziffer 03000 Versichertenpauschale
EBM-Ziffer 03220 Chronikerzuschlag
EBM-Ziffer 02402 Abstrichnahme und/oder Gespräch - entfällt seit 01.04.2022
Kennziffer 88240
(weitere Ziffern sind je nach Behandlung möglich)
Labor: Muster 10C

Beispiele für die Kodierung finden Sie im Artikel: "Die wichtigen Kodes bei SARS-CoV-2/COVID-19"

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