Untersuchung auf Omikron-Variante nur in Ausnahmefällen

Dienstag, 30 November 2021 | Dr. Hans-Georg Lambrecht

Die PCR-Testkapazitäten in Deutschland sind zu mehr als 90% ausgenutzt. In in vielen Regionen reichen die Kapazitäten schon nicht mehr und Proben müssen überregional verschickt werden. Auch im Bioscientia-Verbund  arbeiten wir nahe an unseren Kapazitätsgrenzen.

Um weiterhin eine möglichst zeitnahe Diagnostik der medizinisch wichtigen Erstdiagnostik einer SARS-CoV-2-Infektion durchführen zu können, werden wir bis auf weiteres eine Untersuchung auf die Omikron-Variante ausschließlich bei einer entsprechenden Anamnese durchführen, da die Variantentypisierung entsprechend Geräte- und Personalkapazitäten bindet:

  • Rückkehr aus dem südlichen Afrika nach dem 15.11.2021
  • Kontakt zu einem nachgewiesen Omikron-positiven Reiserückkehrer

Bitte liefern Sie uns für die Anforderung folgende anamnestische Informationen mit:

  • Bei Reiserückkehrern: Flugdatum und Flugnummer
  • Bei Kontaktpersonen: Den positiven Befund des Infizierten zu dem der Kontakt bestand

Auch epidemiologisch ist dieses Vorgehen derzeit noch vertretbar. Die Omikron-Variante ist in Deutschland noch sehr selten, aktuell sind 4 Fälle nachgewiesen (Stand 30.11.2021, 13:00 Uhr). Wir selbst führen in unserem Labor jede Woche, gemäß der Corona-Surveillanceverordnung (Sentinel-Screening) stichprobenartig über 2000 Vollgenomsequenzierungen durch und haben diese Variante bisher noch nicht nachweisen können.

Detaillierte Informationen zur Omikron-Variante finden Sie auf der Webseite des RKI.