Die gezielte Suche nach den SARS-CoV-2-Mutationen geht weiter

Freitag, 05 Februar 2021 | Dr. Hendrik Borucki

Bei der freiwilligen Aktion der Bioscientia-Labore wurden in der KW 4 sämtliche Proben, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden waren, auf die drei derzeit diskutierten Varianten untersucht: die britische, südafrikanische und brasilianische. Diese Varianten gelten als besorgniserregend, weil mit ihnen Eigenschaften assoziiert werden, die sich auf Übertragbarkeit, Fallsterblichkeit oder auch Wirksamkeit von Impfungen beziehen, wie eine Zusammenstellung des RKI Anfang Februar zeigte. 

 

Die britische Variante war mit demnach bundesweit einem Anteil von 5,8 % bei den Positiven vertreten, wie das RKI jetzt in einer ersten Gesamtauswertung veröffentlicht hat. Gemessen wurden insgesamt 30.000 Proben, davon rund 6.000 in den Laboren der Bioscientia.

 

Auf Veranlassung von RKI und Bundesgesundheitsministerium wird die Mutationsanalyse mit der PCR bei allen positiven SARS-CoV-2-Ergebnissen auch in den Kalenderwochen 6, 8 und 10 flächendeckend durchgeführt.

 

In der Zwischenzeit können gemäß der aktualisierten Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums alle Einsender künftig die variantenspezifische PCR bei uns beauftragen, sofern die davor durchgeführte SARS-CoV-2-PCR positiv war, mit einem CT-Wert kleiner oder gleich 30. 

Varianten-Suche - So erhalten Sie rasche Klarheit:

  • Senden Sie Ihre Probe mit dem  OEGD-Schein, kreuzen Sie "Regionale Sondervereinbarung" an und tragen ins Feld "KV-Sonderziffer" die Zahl 111 ein.
  • Falls Ihre Probe bereits in unserem Labor ist und positiv getestet wurde, können Sie die variantenspezifische PCR ebenfalls mit dem OEGD-Schein nachfordern. In diesem Fall der Nachforderung tragen Sie ins Feld "KV-Sonderziffer" die Zahl 999 ein.
  • star.net-Anwender wählen entsprechend OEGD aus und tragen unter "Zusatzangaben" im Feld "KV-Sonderziffer" die 111 ein, bei Nachforderungen entsprechend die 999.  

Cave: Die Variantensuche mittels PCR sollte nicht verwechselt werden mit der Vollgenomsequenzierung. Diese bleibt außerhalb der RKI-Surveillance auch weiterhin nur für Landesgesundheitsbehörden im Rahmen von Ausbrüchen anforderbar.