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Hepatitis C-Therapie senkt Risiko für das hepatozellulären Karzinoms deutlich

Dass die Hepatitis C-Infektion bei ca. 90% der Betroffenen erfolgreich bekämpft werden kann, ist für Prof. Manns von der Medizinischen Hochschule Hannover eine „….unglaubliche, seltene Erfolgsgeschichte in der Medizin“.

Und der Nutzen erscheint größer als gedacht: Aktuelle Daten aus einer prospektiven Längsschnittstudie von Carrat F. et al., publiziert in „The Lancet“, zeigen jetzt den positiven Einfluss der Therapie mit direkt antiviral wirkenden Substanzen auch auf den Krankheitsverlauf. Gegenüber nicht therapierten Betroffenen sinkt das Risiko der Patienten für ein hepatozelluläres Karzinom um ein Drittel und das Mortalitätsrisko um die Hälfte. Bisher konnten klinischen Vorteile durch eine HCV-Therapie nicht eindeutig belegt werden.

Carrat fasst die Ergebnisse in einer Pressemitteilung so zusammen: „Wir haben eine Verringerung des Risikos für Komplikationen im Zusammenhang mit der Krankheit und der Sterblichkeit gesehen und sind der Meinung, dass diese Behandlung für alle Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Infektion in Betracht gezogen werden sollte.“

Die damit verbundene Herausforderung beschreibt Prof. Berg vom Universitätsklinikum Leipzig in einer Pressemitteilung des BDI: „… wir müssen die Dunkelziffer der HCV-Infektion – d.h. die Zahl der Patienten mit bisher unerkannter HCV-Infektion reduzieren.“ Auf Basis der RKI-Zahlen sind das mindestens 300.000 Infizierte.

Daher empfehlen das RKI und die Fachgesellschaften eine gezielte HCV-Diagnostik auch bei nur leicht erhöhten Leberwerten und/oder einem klinischen Verdacht und/oder Risikoklientel. Der erste Schritt der Diagnostik ist die Untersuchung auf HCV-Antikörper.

22.02.2019
 

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