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Unklare Leberwerte?

Auch an AATM denken

Erhöhte Leberwerte können auf einen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) hinweisen. Experten raten daher zur Messung des AAT-Spiegels auch bei Lebererkrankungen ohne erkennbare Ursache. Die COPD-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Atemwegsliga empfiehlt eine Testung auf Alpha-1-Antitrypsin-Mangel für jeden COPD-Patienten, insbesondere bei jüngeren Patienten (< 45 Jahren) und Nichtrauchern.

Mangelndes Bewusstsein

Das klinische Erscheinungsbild des AATM und der COPD sind einander sehr ähnlich. Beide Erkrankungen manifestieren sich durch Husten, Auswurf und Atemnot mit progredientem Verlauf. Aufgrund des mangelnden Bewusstseins für die Krankheit finden derzeit nur unregelmäßige Testungen von Patienten mit Lungenbeschwerden auf AATM statt, erklärte der Pneumologe Prof. Felix Herth (Uni Heidelberg) bei einem Presseworkshop des Unternehmens Grifols. Bis die richtige Diagnose gestellt ist, vergehen im Durchschnitt sechs Jahre. In Deutschland tragen schätzungsweise 10 000 bis 15 000 Frauen und Männer die pathologisch relevante PiZZ-Allel-Kombination dieser autosomal-rezessiv vererbten Stoffwechselkrankheit. Davon seien nur zehn bis 15 Prozent überhaupt diagnostiziert, sagte Herth weiter.

Einfacher Bluttest

Der Serumspiegel des Alpha-1-Antitrypsins kann mit einem einfachen Bluttest bestimmt werden. Bei erniedrigten Werten sollte eine Alpha-1-Antitrypsin-Genotypisierung erfolgen.

 

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