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„Patientenschaden vorbeugen“ – Krea nicht mit Jaffé

Auch aktuelle Untersuchungen belegen einen deutlichen Unterschied zwischen der enzymatischen Kreatinin-Bestimmung und dem kolorimetrischen Krea-Nachweis mit der Jaffé-Methode.

Die Jaffé-Methode wurde 1886 eingeführt, wegen ihrer Störanfälligkeit und der daraus resultierenden geringeren Sensitivität und Spezifität aber vor vielen Jahren zunehmend durch den enzymatischen Nachweis ersetzt. Denn eine präzise Messung des Serum-Kreatinins ist entscheidend für das Erkennen von Nierenfunktionsstörungen.

Den Elzen et al. (https://doi.org/10.1515/cclm-2017-1170) verglichen die Krea-Messwerte von denselben 78 Patienten aus vier verschiedenen Laboren. Untersucht wurde jeweils mit Jaffé- und enzymatischer Methode. Zur Anwendung kamen die Teste der vier größten Testhersteller, gearbeitet wurde stets nach Herstellervorschrift.

Ergebnis: Die Jaffé-Messwerte streuten derart stark, dass eine zuverlässige Schätzung der Nierenfiltrationsleistung (eGFR) nicht möglich war, Patienten wurden falschen klinischen Untergruppen zugeordnet. Dies war bei den eGFR-Berechnungen anhand der enzymatischen Messwerte nicht der Fall.

Die Autoren gelangen am Ende zu der umissverständlich formulierten Empfehlung: „It is of crucial importance that Jaffe methods are replaced by enzymatic assays, to further prevent patient harm (Hervorhebung d. Red.). We therefore hereby repeat our former recommendation to laboratory specialists and manufacturers to take their responsibility and to implement exclusively creatinine tests that are fit-for-clinical-purpose“.

 
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